
Die Geschäftswelt durchläuft derzeit eine Revolution auf Grundlage von künstlicher Intelligenz (KI). Die IT-Abteilung, die stets am nächsten am Puls der Zeit ist, spielt diesbezüglich eine Führungsrolle.
In der Workday-Studie 2023 AI IQ zur Nutzung von KI in Unternehmen wurden Führungskräfte gefragt, wie weit die Einführung von KI in ihrem Unternehmen fortgeschritten ist. Sie zeigt, dass IT-Verantwortliche öfter als andere Führungskräfte bereits von der anfänglichen Forschungs- und Pilotphase zur Einführung und Skalierung übergegangen sind. Im Rahmen des C-Suite Global AI Indicator Report, einer weiteren Workday-Studie, wurde festgestellt, dass fast die Hälfte der IT-Führungskräfte davon ausgehen, dass ihr Funktionsbereich mithilfe von KI und maschinellem Lernen (ML) einen strategischen Mehrwert erzielen wird. 48 % betrachten KI und ML als einen Wendepunkt für die IT.
KI bietet eine Lösung für eine der größten Herausforderungen der IT: die hohe operative Arbeitsbelastung und die veralteten Tools, die es schwierig machen, die nötigen Innovationen und Transformationen umzusetzen. Im 2023 State of the CIO Report von Foundry wurde untersucht, worauf sich CIOs in den nächsten drei Jahren konzentrieren möchten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich mehr CIOs geschäftlichen Innovationen (32 %) und der Umstrukturierung von Geschäftsprozessen (30 %) widmen möchten als der Modernisierung der vorhandenen Infrastruktur (28 %). Die meisten CIOs (85 %) sind der Ansicht, dass sie in ihrer Rolle zunehmend Veränderungen vorantreiben müssen.
In der Studie „C-Suite Global AI Indicator“ gaben jedoch 39 % der IT-Führungskräfte an, dass sie vor allem dadurch an der Umsetzung der IT-Ziele gehindert werden, dass sie keine strategische und innovative Rolle spielen können. Laut ihren Angaben stehen ihnen vor allem die hohe Anzahl an administrativen Aufgaben und verfügbaren Tools sowie die Geschwindigkeit, mit der Services geändert oder upgegradet werden können, im Weg.
KI-Technologien könnten sie in dieser Hinsicht entlasten und ihnen helfen, sich stärker auf Aufgaben und Projekte mit strategischem Mehrwert zu konzentrieren.
Senkung der Arbeitsbelastung und Unterstützung der IT
KI-Technologien sind vor allem deshalb attraktiv, weil sie gängige, aber sich ständig wiederholende IT-Aufgaben automatisieren und weniger mühselig gestalten können. Starre Prozesse werden so mit einem flexibleren Ansatz umgestaltet. In der Studie „C-Suite Global AI Indicator“ wurden IT-Führungskräfte gefragt, welche zehn wichtigsten Vorteile sie sich von KI und ML erwarten. 33 % nannten die Automatisierung von Prozessen in Bereichen wie Sicherheit, Datenverwaltung und Berichtswesen, 27 % Service-Upgrades und 26 % die Optimierung der Beschaffung.
Im Rahmen der Integration von KI in IT-Konfigurations-, Verwaltungs- und Administrations-Tools können Aufgaben wie Richtlinienänderungen, die Anwendung von Patches, das Onboarding neuer Benutzer und die Bereitstellung von Hardware möglicherweise teilweise oder komplett automatisiert werden. Ist die Automatisierung so weit fortgeschritten, haben IT-Teams mehr Zeit für andere Projekte, die Prozesse laufen schneller und reibungsloser ab und die Erfahrung der Mitarbeitenden verbessert sich.
Bei zeitaufwendigen Helpdesk- und Berichtsanfragen kann KI Ähnliches bewirken. Sayan Chakraborty, Co-President von Workday, erklärt: „Meistens stellen Mitarbeitende dem IT-Helpdesk immer wieder die gleichen Fragen. Maschinen können solche Fragen wirklich gut beantworten oder sogar proaktiv auf diese Fragen eingehen oder Mitarbeitenden helfen, Probleme selbst zu lösen.“ Chakraborty geht davon aus, dass generative KI-Assistenten Mitarbeitenden in Zukunft helfen werden, Fehler selbst zu beheben. Die Fehlerbehebung wird so schneller und produktiver ablaufen, als wenn Mitarbeitende darauf warten müssen, dass das IT-Team eingreift. IT-Mitarbeitende werden keine Routineanfragen mehr bearbeiten müssen, die ein KI-Assistent in wenigen Minuten beantworten kann.
Dies ist wichtig, da IT-Fachkräfte in vielen Unternehmen Mangelware sind. Eine Studie von Equinix aus dem Jahr 2022 ergab, dass 67 % der IT-Entscheidungsträger im Vereinigten Königreich den Mangel an IT-Fachkräften als größte Bedrohung für ihr Unternehmen betrachten. 61 % waren in der Studie der Ansicht, dass das Problem durch das hohe Tempo technischer Veränderungen verschlimmert wird.
Da KI-Technologien überarbeitetes IT-Personal entlasten, können sie Unternehmen helfen, mit der gleichen Anzahl an Mitarbeitenden mehr zu erreichen. Durch den Einsatz von KI und ML in der HR-Abteilung können CIOs den Übergang zu einem kompetenzbasierten Talentmanagement unterstützen, bei dem Mitarbeitende mit entsprechendem Potenzial digitale Kompetenzen aufbauen können, um neue Technologien abzudecken und Kompetenzlücken zu schließen. Fast ein Drittel (30 %) der von Workday befragten CIOs sind der Ansicht, dass die Förderung und Fortbildung von Mitarbeitenden ein Hauptvorteil von KI sein wird. 47 % glauben, dass KI-Technologien die Arbeit in der IT-Abteilung lohnenswerter machen werden.
Herausforderungen in Chancen verwandeln
Trotz der offensichtlichen Vorteile zögern CIOs noch, was die Einführung von KI und ML betrifft. CIOs und IT-Führungskräften ist bewusst, dass diese Technologien zwar entscheidend für die Zukunft ihres Unternehmens sind, ihnen aber auch große Verantwortung aufbürden.
Jede dritte IT-Führungskraft glaubt, dass die IT-Abteilung unter Druck stehen wird, einen vertrauenswürdigen Ansatz für KI und ML für ihr Unternehmen insgesamt zu finden. 35 % der IT-Führungskräfte haben das Gefühl, dass man sie auch in Bereichen, in denen sie über keine Fachkenntnisse verfügen, zu schwierigen Entscheidungen drängen wird. Nur 13 % geben an, dass sie sich bereit dazu fühlen, in ihrem Unternehmen Verantwortung für KI-Initiativen zu übernehmen. 37 % nehmen eine abwartende Haltung ein.
Darüber hinaus sind viele CIOs besorgt, dass die Daten, die für eine erfolgreiche Umsetzung von KI-Initiativen erforderlich sind, zu stark in Silos isoliert sind und nur schwer integriert werden können. Sie befürchten auch, dass die langfristige Wartung der KI- und ML-Modelle und der unterstützenden Infrastruktur auf lange Sicht eine weitere Belastung für das IT-Team darstellen wird.
Doch in vielerlei Hinsicht sind diese Herausforderungen auch eine Chance. CIOs könnten diesen Moment als Chance nutzen, um Teams in der IT-Abteilung und im gesamten Unternehmen weiterzubilden und in die Lage zu versetzen, das Beste aus KI herauszuholen. Sie könnten auch neue Arbeitsabläufe einführen, Daten aus Silos befreien und den Informationsfluss in ihrem Unternehmen vereinheitlichen. Der „C-Suite Global AI Indicator Report“ zeigt, dass CIOs in Unternehmen mit einer besonders ausgereiften Nutzung von KI und ML auch am ehesten angeben, dass die Daten ihres Unternehmens gut verwaltet und zugänglich sind. KI könnte also nicht nur ein Mittel, sondern auch ein Motivation sein, um Innovationen umzusetzen und echte geschäftliche Veränderungen zu bewirken.
CIOs könnten all dies außerdem beschleunigen, indem sie mit Plattformen wie Workday arbeiten, die KI-Technologien wie generative KI in zentrale Geschäfts-, Finanz- und HR-Prozesse einbetten und so helfen, all diese Ergebnisse zu erzielen. Da KI-Technologien Aufgaben automatisieren und Informationen besser zugänglich machen, ermöglichen sie IT-Teams, interne KI-Initiativen umzusetzen, die die Erfahrungen von Kunden und Mitarbeitenden direkt verbessern.
„Das ist die eigentliche Vision“, sagt Chakraborty. „Wie können wir Ihnen all diese Informationen zur Verfügung stellen, damit Sie Arbeit leisten können, die einen Mehrwert schafft?“
Während die KI-Revolution weiter voranschreitet, kann Workday die Plattform und die Unterstützung bieten, die CIOs benötigen, um das Potenzial der Technologie voll auszuschöpfen und den Geschäftsbetrieb durch die Anwendung der Technologie zu transformieren.
Erfahren Sie, wie Workdays Finanz- und HR-Plattform mit integrierter KI Ihrem Unternehmen helfen kann, Arbeitsabläufe völlig neu zu definieren.
